Projekte Musiktherapien HH 2./3. Quartal 2015
Musiktherapie Theodorus 2-3 Quartal 2015

Über die Therapie im Theodorus Kindertageshospiz berichtet die Musiktherapeutin Mirjam Blümel:

 

Wöchentliche Therapien:

Alissa lautiert sehr gerne und kann damit ein erhebliches emotionales Spektrum ausdrücken. Dialogisches Arbeiten ist ein großer Teil der Musiktherapie und findet vokal und instrumental statt. Sie selbst exploriert gerne Instrumente, wie die Shekere (Kürbisrassel), allerdings beginnt sie gerade erst Bewegungen willkürlich auszuführen, sodass dort Dialoge noch nicht möglich sind. Regelmäßig findet diese Therapie gemeinsam mit der Physiotherapeutin statt.

Mit Seyma hat sich ein Ritual etabliert, welches sie inzwischen deutlich wiederzuerkennen scheint: Meist zu Beginn der Stunde werden ihre Hände und Füße einzeln mit einem bestimmten Spruch begrüßt; wahlweise wird das noch auf andere Körperteile erweitert. Außerdem wird oft der Bi-Ba-Butzemann gesungen und mit geführten Bewegungen ergänzt. Ansonsten ist ein wichtiges Element die Atemvertiefung bzw. -erleichterung; stark vibrierende und in ihrem Atemrhythmus gespielte Instrumente verschaffen ihr hier oft Erleichterung. Regelmäßig findet diese Therapie gemeinsam mit der Physiotherapeutin statt.

Pawel hat häufig Myoklonien (Muskelzuckungen), die ihn beständig in Bewegung halten. Häufig liegt er auf der Klangwelle und es wird entspannende Musik, teilweise synchron zu seinem Atemrhythmus gespielt. Pawel kann sich mimisch ausdrücken und spielt mit Hilfe hin und wieder auf verschiedenen Instrumenten.

Mikail (siehe Kurzbericht)

 

Therapien, die sporadisch an den Wochenenden oder in den Ferien, stattfinden:

Ahmed ist ein aktiver Junge und hat große Freude an Rhythmus und Bewegung. Oft entwickeln sich musikalische Improvisationen in expressives Tanzen. Er exploriert gerne die Gitarre und andere Instrumente.

Manna ist sehr aktiv mit ihren Händen ständig aktiv, teilweise auch vokal mit schmatzen und lautieren. Diese Äußerungen werden musikalisch abgebildet und können zu dialogischen Momenten führen.

Lucie hat nach wie vor Freude, Instrumente fallen zu lassen und dem lauten Geräusch, das sie selbst verursacht hat zu lauschen. Sie kann Instrumente auch willkürlich spielen, aber nur wenn sie dazu Lust hat.

Hale exploriert gerne Instrumente; sie kann ihre Hände willkürlich bewegen und hat eine ausdrucksvolle Mimik. Außerdem kann sich über ein paar Worte ausdrücken. Da sie sonst so aktiv ist, bieten sich als Ausgleich Entspannungsangebote an.

Maria kann sich mimisch und über Laute ausdrücken, allerdings sind ihr willkürliche Bewegungen nicht möglich. An vokalen Dialogen hat sie Freude und sie profitiert sehr von Entspannungsangeboten mit Instrumenten, wie der Klangschale oder dem Monochord.

Emma überstreckt häufig den Hals, was zu Schwierigkeiten beim Atmen führt. Manchmal verschafft ihr entspannende Musik etwas Abhilfe. Ihr Lautieren ist immer wieder Grundlage für vokale Dialoge.

Pia hat Freude an Geräuschen und, da ihre Hände beständig in Bewegung sind, kann sie diese auch mit ein wenig Hilfestellung selbst auf Instrumenten erzeugen. Wenn ihr etwas gefällt, lacht sie gerne, was ein Anlass ist das „Lied vom Lachen“ zu singen.